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nadine am

Hallo,

Ich habe so quasi alles erlebt, was in dem Blog aufgezählt worden ist. Das von kim konnte von mir stammen.

Ich wuerde gerne andere aupairs kennenlernen, denen es auch so geht.

Bin zwei mal infolge gekuendigt worden v brit. Familien.... :(

Reise am we zurueck nach deutschland.

Kruebe am

Liebes Team,
meine Tochter beabsichtigt, für 1 Jahr als Au Pair in die USA zu gehen.
Können wir dies selbst organisieren?
Ich stoße immer wieder auf die "Agenturpflicht", ohne die man angeblich kein Visum für die USA bekommt.
Ist das richtig?
Über eine kompetente Antwort würde ich mich freuen.
Vielen Dank im Voraus
Kruebe

Antwort von Judith Liehr

Das ist richtig und wird vom State Department so vorgegeben. Ein Aufenthalt als Au-Pair kann nur über einen sogenannten J1 Sponsor, d.h. Vermittlungsorganisation in den USA, erfolgen, die wiederum über deutsche Organisationen arbeiten. Dies garantiert, dass die Vorgaben des Programms in den USA so wie vorgesehen eingehalten werden.

Torsten Meuter am

Wir organisieren seit nunmehr 7 Jahren unsere Aupairs selbst über Portale, seit 5 Jahren über aupairworld. Kostenlos ist das praktisch aber nicht, da i.d.R. eine sinnvolle Kommunikation untereinander nur möglich ist, wenn mindestens eine Partei eine kostenpflichtige Mitgliedschaft hat. Aber im Vergleich zu Agenturen sind die Kosten trotzdem sehr überschaubar.

Insgesamt kann ich folgendes sagen:
Als Familie muss man wissen, was man will - und was man nicht will. Es bietet sich an, dass dann auch so im Profil und Mails zu formulieren, dass es ein fremdsprachliches Aupair auch versteht.
Das Gleiche auf der anderen Seite, dem Aupair.

Das setzt aber immer voraus, dass beide Seiten ehrliche Absichten hegen und sich gegenseitig Vertrauen. Ohne Vertrauen geht das nicht. Allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass die gewissenhafte Suche sehr zeitaufwendig ist und man vielleicht auch negative Erfahrungen macht, die über eine Agentur vermeidbar gewesen wären (vielleicht. Je nach Qualität der Agentur).
Wir legen die Jobs immer auf 12 Monate aus. Manchmal klaptt's, manchmal nicht. Die Suche beginnen wir ca. 5 Monate vor dem avisierten Wechsel. Manchmal hat man schon nach 2 Wochen Erfolg, manchmal nach 2 Monaten. Aupairs sichten, filtern, kontaktieren, Mails schreiben (oft auf englisch), skypen, sich auch mal Scans von Führerscheinen etc. schicken lassen... . Dann die Unterstützung bei den Einreisemodalitäten. Das Ganze ist sehr aufwendig und man braucht Geduld. Aber...
von bisher 13 Aupairs wurden wir, bis auf zwei Ausnahmen, mit 11 wunderbaren und sehr gut zu uns passenden Menschen aus der ganzen Welt belohnt.
Ich kann für uns sagen: Es hat sich immer gelohnt, selbst auf die Suche zu gehen - wenn man ein paar wichtige Regeln beachtet.

Gute (!) Agenturen nehmen einem einen Haufen Arbeit ab und sind Ansprechpartner, wenn was hakt. Ob nun die Agentur ihr Register durchforstet oder ich in einem Portal - da sehe ich noch keinen großen Unterschied.
Sie sind für manche Länder obligatorisch.
Sie kennen sich mit den Gepflogenheiten der betroffenen Nationalitäten aus.
Sie sind erfahren, stellen sinnvolle, umfassende Fragen und erkennen möglicherweise auch schneller Ungereimtheiten.
Aber sie sind auch keine Hellseher. Niemand weiss letztlich, ob die Chemie zwischen den Parteien am Ende stimmt. Und wenn nicht und man sich trennen muss, kann auch eine Agentur i.d.R. keinen perfekten Ersatz aus dem Hut zaubern.
Und wenn jemand (Familie oder Aupair) ernsthaft betrügen will, findet diese Energie immer eine Lücke. Notfalls werden halt dann "alternative Fakten" geschaffen. Wer kann denn, um Bezug zum obigen Beispiel zu nehmen, überprüfen, ob das Foto eines Hauses, eines Zimmers oder irgendwelche Referenzen wirklich echt sind?

Meiner ganz persönlichen Meinung nach haben beide Angebote ihre absolute Daseinsberechtigung. Es ist Typfrage, was zur eigenen Person, zum Geldbeutel und zur aktuellen Lebenssituation passt. Man muss sich aber immer bewusst machen, dass sowohl die Entscheidung, ein Aupair aufzunehmen wie als solches im Ausland zu arbeiten, eine wichtige ist. Mit dem Thema sollte man sich schon beschäftigen!

Wer sich ehrlich eingestehen kann, völlig unerfahren zu sein, oftmals doch zu gutgläubig und auch naiv an Dinge heranzugehen, dem rate ich dringend die Unterstützung durch eine gute Agentur an. Denn mit Naivität tappe ich mit hoher Wahrscheinlichkeit in jede sich mir öffnende Falle.

Antwort von Judith Liehr

Vielen Dank für Ihren ausführlichen und sachlich korrekten Kommentar zu diesem Artikel.

Es ist vollkommen richtig, dass die Entscheidung für ein Au-Pair, bzw. als Au-Pair ins Ausland zu gehen, sehr wichtig ist und wirklich gut durchdacht bzw. auch vorbereitet sein sollte. Insofern nehmen auch wir bei Kulturist diese Sache sehr ernst.
 
Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass professionelle Organisationen wie wir noch das eine oder andere zusätzlich bieten. Da wir ausschließlich über Partnerorganisationen arbeiten, können unsere Gastfamilien nicht nur sicher sein, dass sämtliche Unterlagen (wie Arztattest, Sprachnachweis oder auch Kinderbetreungsreferenzen) der Au-Pairs einer Prüfung unterzogen sind, sondern die Au-Pairs werden, je nach Herkunftsland, auch auf ihr Auslandsjahr vorbereitet. Au-Pairs auf der anderen Seite finden, wenn sie dann hier in Deutschland sind, nicht nur ein gut funktionierendes Netzwerk anderer Au-Pairs vor, in welches sie eingeladen werden, sondern es werden ihnen auch allmonatlich unterschiedliche Events, Workshops o.ä. angeboten, an denen sie teilnehmen und sich bei diesen Gelegenheiten mit anderen austauschen können. 
 
Das Gleiche gilt im Übrigen auch für deutsche Au-Pairs, die wir ins Ausland vermitteln. Auch dort stehen ihnen das ganze Jahr über kompetente Partnerorganisationen zur Seite, die nicht nur Hilfe im Falle von Schwierigkeiten bieten, sondern eben auch noch die eine oder andere Annehmlichkeit wie zuvor erwähnt.

casasteffi am

Na super und uns hat die Internet Vermittlung abgelehnt weil wir jemanden suchen der Photos und Videos von Ausflugszielen macht. Besser könnte es ein Au Pair doch gar nicht treffen, als die Gegend zu erkunden und eine Beschreibung zu erstellen von dem Erlebten.

Also wenn das Au Pair einen leichten Job machen soll passt das nicht in das Konzept von aupairworld.

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