Jahreshauptversammlung des APSeV und Au-Pair des Jahres 2012

von Judith Liehr

Am vergangenen Wochenende fand in Hamburg die alljährliche Zusammenkunft des Bundesverbandes der deutschen Au-Pair Vermittler statt – mir persönlich wurde zu diesem Anlass eine große Ehre zuteil.

Die Jahreshauptversammlung findet stets in unterschiedlichen Städten Deutschlands statt, um möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit zur Teilnahme zu bieten. Am Samstag sind wir dann, bei schönstem Sonnenschein, im Hohen Norden zusammengekommen. Für viele von uns hat zu dieser Gelegenheit der Erfahrungsaustausch eine recht hohe Priorität, denn obgleich wir alle selbstverständlich auch auf vielen Gebieten Konkurrenten sind, haben wir dennoch in anderen Bereichen ganz klar gemeinsame Interessen. So ist eines der obersten Ziele des Verbandes die ständige Weiterentwicklung von verbindlichen Qualitätsstandards für Au-Pair-Programme, und zwar sowohl im Bereich vom Ausland ins Inland, als auch von Deutschland aus in alle Welt. Es ist uns ein Anliegen, die Bedeutung dieser Standards für alle Programmteilnehmer in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen und uns dafür einzusetzen, dass jedes Au-Pair und natürlich auch jede Gastfamilie, von einer entsprechenden Vermittlung und Betreuung profitieren kann.

Neuwahlen des Vorstandes

In diesem Jahr wurde auch der Vorstand des APSeV neu gewählt. Ich selbst bin bereits seit inzwischen fünf Jahren Mitglied des Vorstandes – in den vergangen vier Jahren war ich als 2. Vorsitzende in erster Linie für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Nachdem meine Kollegin, Patricia Brunner, ihr Amt als 1. Vorsitzende in diesem Jahr aus persönlichen Gründen zur Neuwahl gestellt hat, wurde ich als Vorstandsvorsitzende gewählt und freue mich selbstverständlich sehr über das Vertrauen, das meine Kolleginnen und Kollegen in mich setzen. Ganz sicher werde ich die kommenden vier Jahre dazu nutzen, unsere gemeinsame Sache weiter voranzubringen. Ein wesentlicher Punkt dabei ist es, politische Entscheidungsträger davon zu überzeugen, dass das Au-Pair-Programm in Deutschland einen anderen bzw. separaten Status erhalten muss, so wie es in manchen anderen Ländern, beispielsweise den USA, oder unseren Nachbarn in den Niederlanden, der Fall ist. Junge Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland als Au-Pair kommen, sollten sich darauf verlassen können, dass die Betreuung durch eine kompetente Agentur ebenso obligatorisch ist, wie die Teilnahme an einem Sprachkurs. Ich werde alles daran setzen, dazu beizutragen, wirklich etwas zu bewegen!

Au-Pair des Jahres

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Jennifer hat ein Jahr in den USA verbracht und dort drei Kinder betreut. Interessant in ihrem Essay war, dass sie nicht nur über ihr sehr gutes Verhältnis zu ihrer amerikanischen Gastfamilie geschrieben hat, sondern auch darüber, dass sie Heimweh hatte, dass sie im Rückblick glaubt, anfänglich unter einem Kulturschock gelitten zu haben und dass sie dennoch niemals auf diese Erfahrung hätte verzichten wollen. Cholpon lebt seit etwa fünf Monaten bei einer Familie in Bayern. Sie hilft dort bei der Betreuung der insgesamt sieben Kinder (vier eigenen und drei Pflegekinder) ihrer Gastfamilie. Dies allein ist schon eine besondere Leistung, denn erfahrungsgemäß ist es eher schwierig, Au-Pairs für Gastfamilien mit mehr als drei Kindern zu begeistern! Cholpon strahlt zudem eine solche Ruhe und Freude an ihrer Tätigkeit aus, dass es nicht schwer fällt, in ihr auf Anhieb ein Au-Pair des Jahres auszumachen. Beide Au-Pairs waren nach Hamburg angereist, wo Ihnen Urkunden und jeweils ein Preis überreicht wurden.

Ausklang

Den Abschluss dieser Veranstaltung bildete ein gemeinsames Abendessen, wo zu fortgeschrittener Stunde nicht mehr „nur“ berufliche Erfahrungen ausgetauscht wurden, sondern alle Teilnehmer, einschließlich unserer Au-Pairs des Jahres 2012 viel Spaß hatten!

Was aber ist eine Geschäftsreise ohne einen „Kulturtag". Als echte Kulturistin habe ich den Sonntag bei blauem Himmel und strahlenden Sonnenschein dazu genutzt, Hamburg zu erkunden. Ich muss sagen, es gefiel mir, was ich gesehen habe - sogar sehr! Ganz besonders gut gefallen hat mir die Hafenrundfahrt in einer Barkasse. Ich habe einen Einblick in die Speichstadt und den riesigen Container-Hafen der Hansestadt gewonnen und noch dazu wirklich wurde ich mit sehr vielen Informationen versorgt. Der Schiffsführer war ein „Hamburger Original", der uns alle mit seinem Wortwitz wirklich zu fesseln verstand und dafür sorgte, dass es uns nicht eine Sekunde langweilig wurde. Wer von Ihnen also jemals einen Tag oder mehr in Hamburg verbringen sollte, sollte das auf keinen Fall verpassen. Insgesamt finde ich, dass Hamburg einen ganz besonderen Charme und eine beeindruckende Atmosphäre hat – die Mischung aus alten Häusern und moderner Architektur, auf die man allerorten stößt und die dennoch immer stimmig wirkt, hat mich in ihren Bann gezogen. Unter Umständen wäre ich auf Anfrage sogar dazu bereit, noch einen kleinen Geheimtipp für ein wirklich besonders gutes Restaurant weiterzugeben... :)

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