Dieses Thema besprechen wir sehr oft mit potentiellen Bewerbern/innen für unsere Work & Travel-Programme und Auslandspraktika. Ein solches Schreiben ist einem Anschreiben bei einer Bewerbung für einen Job nicht unähnlich, denn im Kern musst du dich und deine Fähigkeiten vorstellen und diese in Relation zu den Erwartungen des Adressaten setzen. Das Motivationsschreiben ist allerdings viel persönlicher und führt aus, was ein Bewerbungsschreiben nur anreißt. Du solltest es als Basis aller weiteren Unterlagen sehen, denn hier erklärst du, warum du dich überhaupt bewirbst. Es ist nicht so ganz einfach, ein solches Schreiben zu verfassen, vor allem, weil viele unserer Programmteilnehmer/innen diesbezüglich noch nicht sehr erfahren sind. Aus diesem Grunde stelle ich dir heute einige grundlegende Anhaltspunkte zusammen: Bevor du aber überhaupt anfängst, ist es zunächst einmal unbedingt erforderlich, dass du dir vorher nicht nur Gedanken über dein Zielland machst, sondern auch über dich selbst!
Bisherige berufliche Erfahrungen und/oder Jobs
Nach einer kurzen Einleitung, in der du dich kurz vorstellst, solltest du zunächst genau aufführen, welche Tätigkeiten du bislang schon ausgeübt hast. Es geht hierbei auch darum, dass du nicht nur die Arbeitsgeber auflistest, sondern auch angibst, was genau du getan hast und welche Erfahrungen du dadurch gesammelt hast. Wichtig ist auch, nicht nur fachliche Kenntnisse, sondern auch soziale Kompetenzen zu nennen.
Warum will ich an einem Work & Travel-Programm teilnehmen, oder ein Auslandspraktikum machen?
Hier geht es um die Motivation im Eigentlichen: Warum möchte ich ins Ausland gehen? Was genau erwarte ich für mich?
Warum will ich das gerade in diesem Land machen?
Sammle Informationen über dein Zielland und mach dem Leser deines Motivationsschreibens durch ein paar Zeilen klar, was du an Land und Leuten schätzt, bzw. was du dort kennenlernen möchtest.
Warum sollte ein potentieller Arbeitgeber gerade mich auswählen?
Welche (besonderen) Fähigkeiten zeichnen dich aus, bzw. inwiefern könnte ein Arbeitsgeber von deiner Leistung profitieren? Es ist oft schwierig, sich selbst objektiv zu beurteilen und häufig erleben wir es, dass Schreiber/innen an dieser Stelle „zu tief stapeln“. Solltest du dich schwer tun, so bitte doch einfach Menschen, die dir nahestehen um eine kurze Beurteilung deiner Persönlichkeit. Das bietet oft gute Ansatzpunkte oder Formulierungshilfen.
Zu guter Letzt, denke bitte daran, dass dieses Schreiben in Englisch verfasst werden muss und lass es ruhig auch Korrektur lesen. Motiviert bist du ja ganz sicher, sonst hättest du dich nicht schon intensiv mit diesem Thema beschäftigt, bzw. du hättest gar nicht erst alle anderen Unterlagen bereits zusammengetragen – du musst das jetzt nur noch in Worte fassen!
