Für einen Aufenthalt als Sprachtutor im Ausland sprechen zunächst einmal die gleichen Gründe, wie für jeden anderen Auslandsaufenthalt. Man erwirbt sprachliche, soziale und interkulturelle Kompetenzen, man lernt sehr viel über sich selbst und erwirbt Fähigkeiten, die im gewohnten, heimischen Umfeld vielleicht unentdeckt geblieben wären. In den Beratungsgesprächen mit unseren Programmteilnehmern geht es oft auch darum, welches Programm für wen geeignet ist, oder welche Vorteile das eine oder andere Programm zu bieten hat. Es gibt in diesem Blog bereits Beiträge dazu, um was genau es sich beim Sprachtutorenprogramm handelt, wer im Rahmen dieses Programms im Ausland unterrichten kann und wie man sich darauf vorbereiten kann. Heute möchte ich einige Gründe zusammentragen, sich für dieses Programm, oder auch für ein Auslandspraktikum, beispielsweise an einer Schule in China oder der Mongolei, zu entscheiden.
Die Welt kennenlernen und erleben
Es versteht sich von selbst, dass ein solches Programm dir die Möglichkeit eröffnet ein anderes Land, eine andere Kultur, Lebensart und Sprache kennenzulernen – und zwar auf eine Art und Weise, wie es sonst kaum möglich ist. Wenn du die Möglichkeit dazu hast, solltest du die Chance ergreifen, etwas ganz Neues zu erleben – warum also nicht Deutsch oder Englisch in der Mongolei unterrichten? Oder Englisch in Mexiko?
Die eigene Persönlichkeit weiterentwickeln
Einige von uns haben es schon selbst erlebt: die Person, die man vor einer solchen Auslandserfahrung war, ist eine ganz andere, als die, die man anschließend ist. Das gewohnte Leben, Freunde und Familie bestimmen einen großen Teil unserer Persönlichkeit. All das plötzlich nicht mehr zu haben, selbst wenn man sich freiwillig dazu entschieden hat, ist zunächst immer eine große Umstellung. Interessant und spannend ist es aber zu sehen, wie man sich aber selbst verändert und wächst, wenn genau das geschieht.

In die eigene Zukunft investieren
Es ist zuweilen ein schwieriges Unterfangen, einen gut bezahlten Job, der zudem noch mit deinen eigenen Interessen im Einklang steht, zu bekommen. Vor allem dann nicht, wenn es viele Mitbewerber gibt, die teilweise sicherlich mit den gleichen oder ähnlichen außerschulischen Aktivitäten oder Zusatzqualifikationen aufwarten können, wie du selbst. Eine solche Unterrichtserfahrung im Ausland kann an dieser Stelle durchaus helfen. Potentielle Arbeitgeber sehen, dass du dich außerhalb deiner eigenen „Komfortzone" engagierst und durchaus dazu in der Lage bist, dich einerseits in einem fremden Umfeld zu integrieren, dich andererseits aber auch selbstständig organisieren kannst.
Positiver Einfluss auf das Leben anderer
Das klingt vielleicht zunächst etwas weit hergeholt, entspricht aber durchaus den Tatsachen. Gastfamilien, die Sprachtutoren einladen, sind meist beruflich auf globaler Ebene in der Wirtschaft oder im Handel tätig. Sie möchten daher ihren Kindern die Möglichkeit bieten, ähnliche Ziele zu erreichen, ihnen schon früh „die Welt öffnen" und zu guten Fremdsprachenkenntnissen verhelfen. Es liegt bei dir, deine „Schüler" für deine Sprache, dein Land und deine Kultur zu begeistern!
An dieser Stelle noch einmal: es ist nicht erforderlich, dass du (schon) Lehrer(in) bist, um am Sprachtutorenprogramm teilnehmen zu können, oder ein entsprechendes Praktikum zu machen. Viel wichtiger ist es, dass du wirklich Spaß an Sprachen hast, gerne kommunizierst und offen für neue Erfahrungen bist. Unterrichten im Ausland ist sicherlich eine ganz außerordentliche Herausforderung und ein besonders intensiver Kulturaustausch!
