Es gibt in unserem Blog bereits einen ganz ernsthaften Artikel zum Thema Koffer packen – heute widme ich mich einem anderen Thema. Vermutlich gibt es auch für dich kaum etwas Schlimmeres, als deine besorgte Mutter an deiner Seite wenn du für deine Auslandszeit als Au-Pair packst. Einerseits möchte sie, dass du auch wirklich alles Wesentliche dabei hast und andererseits befürchtet sie, dass dein Gepäck am Ende Übergewicht haben wird. Es ist ja ohnehin schwierig genug sich zu überlegen, was am Ende wirklich mit muss und was nicht. Auch wenn es zuweilen schwer fällt es zuzugeben, von Zeit zu Zeit sind die Ratschläge deiner Mutter aber dennoch wirklich gut (ich weiß das genau, denn auch ich gebe gerne ungefragt Ratschläge. :)
Hier also ein paar Dinge, die du vielleicht ohne einen solchen Rat nicht mitgenommen hättest:
1. Geldgürtel
Es handelt sich hier um die dünnere und nur geringfügig weniger peinliche Version der Bauchtasche. Genau aus diesem Grund hast du vermutlich protestiert, als deine Mutter vorschlug, dir einen solchen Geldgürtel für den Au-Pair-Aufenthalt in Italien anzuschaffen. Tja – während deines Aufenthaltes wirst du diesen kleinen Gürtel dann zu schätzen lernen. Ganz besonders für kleine Ausflüge, oder auch für Shopping-Touren. Er ist klein genug, um unter die Kleidung zu passen, aber auch groß genug, um daran Geld, eine EC-Karte, Ausweis und andere kleine Gegenstände sicher aufzubewahren. Genau, wie deine Mutter gesagt hat!
2. Reiseapotheke
Das ist ein echter „Mutter-Klassiker“. Du gibst zurück, dass dir schon nichts passieren wird und du daher keinen platz dafür verschwenden möchtest, nicht einmal für ein ganz kleines Set. Deine Mutter bleibt hartnäckig und schließlich gibst du nach. Warum auch nicht? Du hast ja schon eine solche Notfallapotheke im Auto und im Rucksack – auch wegen ihr. Also warum nicht mitnehmen, wenn du als Au-Pair nach China reist. Kaum angekommen, isst du einige Wontons, die dir nicht bekommen und wirst Froh sein, über die Iberogast-Tropfen. Sich gleich am zweiten Tag mit chinesischen Schriftzeichen in der Apotheke zu plagen, wäre sicher kein Spaß gewesen.
3. Wecker
Spätestens an dieser Stelle wirst du die Augen rollen! Dazu hast du doch dein Mobiltelefon! Du beschließt, lange Diskussionen zu vermeiden und kaufst einen Wecker. Nach deiner Ankunft als Au-Pair in Australien bist du froh über diese Entscheidung. Das Mobiltelefon, welches du dort erworben hast, hat keine Weckfunktion und die Batterie deines eigenen Gerätes hält kaum eine Stunde, geschweige denn, die ganze Nacht. Dank deines Reiseweckers (und deiner Mutter) wirst du aber dennoch keine Termine/Flüge, oder was auch immer, verpassen!

4. Schlösser
Eine typische, besorgte Mutter könnte dir empfehlen, zusätzliche Gepäckschlösser, am Besten noch Vorhängeschlösser und ein Kabelschloss, einzupacken. Nur um sie zu beruhigen, machst du ein wenig Platz für die, wie es scheint, völlig unnötigen Dinger. Nun willst du mit einigen neuen Freunden während deiner Au-Pair Zeit in Frankreich einen Wochenendausflug nach Paris machen. Dein Gepäck kannst du dann unbesorgt im Hostel lassen. Du verschließt deinen Rucksack mit dem zusätzlichen Gepäckschloss und sicherst diesen mit dem Kabelschloss an einem festen Gegenstand. Alle anderen Sachen lässt du einfach im Spind, welches du mit dem Vorhängeschloss abschließen kannst. In Momenten wie diesen, wirst du von der Brillanz deiner Mutter begeistert sein!
5. Taschen-Adressbuch
Deine Mutter empfiehlt dir, ein kleines Büchlein mit allen Adressen mitzunehmen, damit du mit der Familie und Freunden in Kontakt bleiben kannst. Du erinnerst sie an die Existenz des Internets. Das Büchlein ist aber so klein, dass du es am Ende widerwillig in den Koffer wirfst. Am Ende wird es sich aber als sehr praktisch erweisen, weil du so ganz einfach echte Postkarten versenden kannst, wann immer du das willst – deine mitreisenden Freunde müssen hingegen zu diesem Zweck erst einen Platz mit einem kostenfreien WLAN finden, oder aber später (beispielsweise bei der Gastfamilie) ihren Laptop booten und die Karten dann nachträglich versenden. Danke, Mama!
Gibt es noch andere Dinge, die du nur deswegen ins Ausland mitgenommen hast, weil deine Eltern dich dazu aufforderten und die am Ende sehr praktisch waren? Ich freue mich auf deine Kommentare!
