Es ist schon klar, dass du für deinen Auslandsaufenthalt, sei es als Au-Pair, Sprachtutor/in, Auslandspraktikant/in, Freiwillige/r oder auch im Rahmen deines Work & Travel-Programms am Liebsten alles das, was dir besonders wichtig ist, mitnehmen möchtest. Vermutlich ist dir auch im Vorfeld schon klar, dass das ohnehin nicht funktionieren wird – diese Erkenntnis wird allerdings zuweilen bis zur letzten Minute verdrängt und spätestens dann bricht Hektik aus. :)
Was soll in den Koffer?
Wir empfehlen daher, wirklich relativ langfristig zu planen:
Informiere dich rechtzeitig über die Witterungsverhältnisse zu den Jahreszeiten, die du im Ausland verbringen wirst und passe die Kleidung, die du mitnehmen willst, entsprechend an. Beschränke dich auf eine gut kombinierbare Grundausstattung, denke aber auch an eine Abendgarderobe o.ä. und Sportbekleidung.
Plane deine Gastgeschenke sorgfältig – auch im Hinblick auf das Gewicht.
Packe nur eine Grundausstattung an Toilettenartikeln ein – all das kann man auch im Ausland nachkaufen. Vielleicht nicht die gewohnte Marke, aber sicherlich Alternativen.
Auch in deine Reiseapotheke gehört nur das Allernotwendigste, es sei denn du musst beispielsweise spezielle Medikamente nehmen.
Was soll nicht in den Koffer?
Nun kommen wir zu Dingen, die man definitiv nicht mitnehmen muss:
Brot! Ja – ich weiß aus eigener, leidvoller Erfahrung, dass es nur wenige Tage dauert, bis man unser wunderbares , dunkles Brot vermisst. Und zwar überall auf der Welt! Da es aber ohnehin nicht möglich ist, es in ausreichender Menge mitzunehmen, vergiss es am Besten einfach und beginne sofort damit, dich umzustellen. So manche/r hat ähnliche Probleme mit süßem Senf, Lebkuchen oder Bratwürsten – hier ein kleiner Tipp: gehe in ein deutsches Restaurant und bestelle dir genau das Essen, welches du am wenigsten magst – denke dann daran, dass die Speisen im Gastland ganz sicher besser sind.

Bücher nehmen wir ja immer gerne mit, aber denke daran: Du fährst diesmal nicht nur für kurze Zeit in den Urlaub. Nimm daher bestenfalls ein Wörterbuch oder deine Lehrbücher zur Sprache deines Gastlandes mit und lies später neue Bücher in Landessprache. :)
Elektrokleinkram – darauf kann man durchaus verzichten. Viele Geräte funktionieren, je nach Zielland, mit Stromadaptern ohnehin nur mäßig. Im Notfall kann man so etwas vor Ort ebenso neu kaufen, wie Schreibwaren, Duftkerzen und ähnlichen Krimskrams.
Schuhe (und Handtaschen) sind bei Frauen ein heikles Thema. Ich habe mir sagen lassen, dass es durchaus möglich sei, vorerst mit weniger als zehn paar Schuhen und drei Handtaschen auszukommen. Nebenbei bemerkt: wer beispielsweise nach Italien oder Spanien reist, findet dort sehr schnell Ersatz.
Vor 14 Tagen meldete sich eine junge Dame bei uns, die derzeit als Au-pair in Australien ist. Sie habe nun etwa doppelt so viel Gepäck, wie vor ihrer Abreise und wollte nun wissen, wie sie das am günstigsten nach Hause transportieren könne... Dies ist nämlich ein anderer wichtiger Punkt: packe nicht bis zum maximalen Limit, denn du wirst sicher das eine oder andere von deinem Auslandsaufenthalt mit nach Hause nehmen wollen. Und hier sind diesmal nicht die, immer wieder besprochenen, immateriellen Werte gemeint!
