Gerade zu dieser Jahreszeit bekommen wir sehr viele Anfragen von Interessenten/innen, die zwar wissen, dass sie für eine Weile ins Ausland gehen möchten, aber bislang eine eher unklare Vorstellung davon haben, welches Programm für sie geeignet wäre. Wir beraten natürlich immer gerne und ausführlich, weil es uns daran gelegen ist, dass nach Möglichkeit jede(r) eine positive Auslandserfahrung machen kann, an die er/sie sich immer gerne erinnern wird. Ich möchte in diesem Beitrag einige grundlegende Unterschiede zwischen den einzelnen Programmen aufführen, um dir die Suche nach der für dich geeigneten Form eines Auslandsaufenthaltes ein wenig zu erleichtern. Wer sich noch weitergehende Gedanken zu diesem Themenbereich machen möchte, findet Denkanstöße in meinem Artikel über Dinge, die man wissen sollte, bevor man sich für einen Auslandsaufenthalt entscheidet.
Ist ein Au-Pair-Aufenthalt für mich geeignet?
Sofern du für einen längeren Zeitraum ins Ausland gehen möchtest und eine Affinität zu Kindern hast, lautet die Antwort „Ja!". Mit „längerem Zeitraum" sind hier ca. drei bis 12 Monate gemeint und abgesehen von Kinderliebe, solltest du unbedingt auch schon Erfahrung in der Kinderbetreuung haben. Außerdem ist das Au-Pair-Programm sicherlich auch die günstigste Möglichkeit für einen Auslandsaufenthalt – zum einen sind die Vermittlungs- bzw. Programmgebühren nicht sehr hoch und zum anderen finanziert man sich selbst, da man von den Gastfamilien, neben freier Kost und Logis, ein Taschengeld erhält.
Freiwilligenarbeit im Ausland – ist das eine Option für mich?
Viele Menschen möchten ihre Reise ins Ausland mit etwas Nützlichem verbinden, sich engagieren – eine Spur hinterlassen. Gleichzeitig steht aber auch der Wunsch im Vordergrund, eine andere Kultur wirklich kennenzulernen, oder aber auch Sprachkenntnisse zu vertiefen oder zu verbessern. Solltest du außerdem auch nur einen begrenzten Zeitraum für deine Auslandserfahrung zu Verfügung haben, so kommt ein Einsatz als Freiwillige(r) sicherlich für dich in Frage. Ein weiterer Vorteil von Freiwilligenarbeit im Ausland besteht darin, dass es Projekte aus sehr vielen unterschiedlichen Bereichen gibt – angefangen beim Natur- und Tierschutz über verschiedene soziale Projekte, oder aber im medizinischen Bereich. Es findet sich im Prinzip für jede(n) ein Projekt, in dem man sich seinen eigenen Neigungen bzw. Kenntnissen entsprechend einbringen kann. Diese Programme kosten leider meist relativ viel Geld, aber bei entsprechender Planung ist auch diese Form des Auslandsaufenthaltes finanzierbar.
Sprachtutor – was ist das eigentlich?
Diese Form des Auslandsaufenthaltes ist noch relativ unbekannt, obgleich es eigentlich ein sehr flexibles Programm ist – eine ganz besondere Form der Sprachreise. Es richtet sich an dich, wenn du nur für einen bis drei Monate ins Ausland gehen möchtest und für dich ein Au-Pair-Aufenthalt nicht in frage kommt. Sei es, dass du die formalen Voraussetzungen nicht erfüllst, weil du beispielsweise schon älter als 30 Jahre alt bist, oder weil du nicht unbedingt Kinder betreuen möchtest. Wichtigste Voraussetzung zur Teilnahme am Sprachtutorenprogramm ist es, dass du ein echtes Interesse an Sprachen hast – sowohl an deiner Muttersprache, als auch daran, eine andere Sprache erlernen zu wollen. Der Deal ist eigentlich recht einfach: du unterrichtest 15 Stunden pro Woche Deutsch im Ausland (auf Konversationsbasis!) und erhältst dafür bei deiner Gastfamilie freie Kost und Logis. Unterrichtserfahrung ist keine Voraussetzung, hilfreich ist es aber, wenn du schon einmal zum Beispiel Nachhilfe gegeben hast o.ä.
Work & Travel – auch eine tolle Auslandserfahrung
Wie der Name schon sagt – du gehst ins Ausland, arbeitest dort und verdienst dir so das nötige Geld, um zu reisen, Land und Leute kennenzulernen. Es gibt viele gute Gründe für Work & Travel, ganz wichtig ist hier, dass man tatsächlich bereits Arbeitserfahrung sammelt, auch wenn das in der Regel nicht in dem Bereich sein wird, in dem man später einmal tätig sein wird. Neben sprachlichen, wirst du während deines Work & Travel-Aufenthaltes im Ausland ganz sicher auch viele andere Kompetenzen erwerben, die dir für dein späteres Berufsleben von großem Nutzen sein können.
Auslandspraktikum als Aufwertung deines Lebenslaufs
Vielleicht machst du dir schon Gedanken darüber, was genau deinen Lebenslauf zu etwas Besonderem machen könnte, oder wodurch er sich von anderen abheben könnte. Nun – einer der besten Wege dazu ist ein Auslandspraktikum! Ein potentieller Arbeitgeber wird dies sicher sofort positiv bewerten und es auf jeden Fall zu schätzen wissen, dass du dich entschieden hast, deinen Horizont zu erweitern, indem du eine neue Kultur und eine Reihe herausfordernder Möglichkeiten angenommen hast!
Ich hoffe, dass meine Zusammenfassung dir bei deiner persönlichen Entscheidungsfindung weiterhilft. Sollte das nicht der Fall sein, so stehen wir dir natürlich für weitere Informationen gerne zur Verfügung!

