Für alle, die darüber nachdenken, haben wir hier eine Liste erstellt die dir aufzeigen wird, was du lernst und wie du dich auf diese Weise weiterentwickeln kannst.
1. Neue Kenntnisse und wie du sie anwenden kannst
Um es gleich vorweg zu nehmen – du wirst sicherlich neue Kenntnisse erlangen. Dies kann beinhalten, dass du lernst, wie du Aufgaben erfüllen musst, die später für deinen gewünschten beruflichen Werdegang relevant sind, aber auch dass du bereits vorhandene Fähigkeiten verbesserst. Oftmals unterliegt man dem Glauben, dass ein Praktikum hauptsächlich darin besteht, den ganzen Tag Kaffee zu kochen, oder Besorgungen für den Vorgesetzten zu erledigen. Das stimmt so aber nicht und es sollte auch nicht so sein. Ein solches Auslandspraktikum sollte vielmehr eine Gelegenheit sein alles, was du bis hierhin gelernt hast, zu testen und zu sehen, wie es in der realen Welt funktioniert. Du wirst eine Vorstellung von deinen eigenen Stärken erhalten und auf der anderen Seite feststellen können, an welchen Punkten Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.
2. Professionelle Kommunikation
Es ist nicht immer einfach, sich zum ersten Mal an eine professionelle Umgebung zu gewöhnen. Aber ein Auslandspraktikum ist sicher ein sehr guter Weg um durch praktische Erfahrung zu lernen, wie man sich durch die Arbeitswelt navigiert. Gespräche oder Diskussionen mit Kollegen/innen oder Vorgesetzten unterscheiden sich schon sehr von solchen mit Kommilitonen oder Dozenten/innen. Nach deinem Praktikum solltest du eine bessere Vorstellung davon haben, wie du dich als Profi besser verhalten kannst. Das wird dir ganz sicher dabei helfen, wenn du später beispielsweise ein Einstellungsgespräch führen wirst – du bist dann selbstsicherer und wirkst im Arbeitsumfeld reifer und erfahrener.
3. Vernetzung ist wichtig
Unterschätze dich nicht. Mach das Beste aus deinem Auslandspraktikum und nutze alle damit verbundenen Möglichkeiten. Eine unserer Programmteilnehmerinnen in Ecuador hat kürzlich schon über diesen Aspekt berichtet. Denke daran, dich auch von deinem Schreibtisch zu lösen, lerne deine Kollegen/innen und andere Praktikanten kennen. Du wirst nicht nur schöne Erinnerungen schaffen und Freunde finden, sondern auch dein berufliches Netzwerk erweitern. Sei proaktiv und stelle dich den Menschen vor, wenn du zu Arbeitsaufgaben eingeladen wirst.
Nur so wissen die Menschen, wer du bist, worum es dir geht und was am wichtigsten ist – sie erinnern sich an dich.
4. Konstruktive Kritik annehmen
Natürlich wird niemand gerne kritisiert und Leistungsbeurteilungen können ziemlich beängstigend oder unangenehm sein. Du wirst wahrscheinlich ein paar Fehler machen und konstruktive Kritik an deiner Arbeit sowohl von deinen Kollegen/innen als auch von deinen Vorgesetzten erhalten. Erinnere dich immer daran, dass es nicht persönlich ist. Es dient deinem eigenen Wohl und deinem Wachstum und wird die Qualität deiner Arbeit verbessern.
5. Arbeite wirklich – egal was du tust
Bemühe dich wirklich um gute Arbeit, auch wenn dir deine Aufgabe klein und unwichtig erscheint. Es wird dir helfen, eine gute Arbeitsmoral zu entwickeln und deine Mitmenschen werden deine Anstrengungen bemerken.
Es ist nicht immer schön, sich stets sagen zu lassen, was zu tun ist, aber deine Vorgesetzten wissen es (meistens) besser.
6. Unabhängigkeit
Oft nehmen wir an, dass es am besten ist, alles was wir lernen, portionsweise „vorgesetzt“ zu bekommen. Es ist aber ebenso wichtig, selbstständig zu arbeiten. Durch ein Auslandspraktikum lernst du, eigene Entscheidungen zu treffen bzw. Dinge einfach selbst zu tun. In der Arbeitswelt ist es sehr wichtig, mit wenig Anleitung selbstständig arbeiten zu können.
7. Du bist wichtiger, als du denkst
Auch wenn du dich gerade ganz unten auf der Karriereleiter siehst, du wirst dennoch gebraucht und deine grundlegende Arbeit wird geschätzt. Das Praktikantenleben kann hart sein und du hast nur eine kurze Zeit, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Es ist jedoch eine großartige Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln, Freundschaften zu schließen und zu lernen.
